Satzung

UNION von 1801 

§ 1 Allgemeines

Der Verein führt den Namen:

„UNION von 1801 - Kaufmännischer Verein Bremen“.

Er hat seinen Sitz in Bremen.

Das Vereinsjahr beginnt am 1. Januar und endet am 31. Dezember.

§ 2 Zweck des Vereins
Zweck des Vereins ist:

a) Förderung und Pflege der Volks- und Berufsbildung

b) Förderung der Kunst und Kultur

c) die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements zugunsten gemeinnütziger und mildtätiger Zwecke

Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch
a) Veranstaltungen zu den oben genannten Zwecken,
b) Veröffentlichungen
c) Konzerte und Vorträge
d) Ausstellungen
e) allgemeine Theateraufführungen

Hierzu können Abteilungen eingesetzt werden, die sich im Einzelfall auch selbst in den durch die Satzung gegebenen Grenzen verwalten.

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemein¬nützige Zwecke im Sinne des Abschnitts Steuerbegünstigte Zwecke der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Er muss seine Erträge ausschließlich und unmittelbar für diese Aufgaben verwenden.

Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwen¬dungen aus Mitteln des Vereins.

§ 3 Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft können alle natürlichen und juristischen Personen erwerben, die der Bremer Kaufmannschaft ange¬hören oder sich dieser verbunden fühlen.

Der Erwerb der Mitgliedschaft geschieht aufgrund eines schriftlich zu stellenden Antrages, über den der Vorstand entscheidet.

Eine Ablehnung kann ohne Nennung von Gründen dem Antragsteller mitgeteilt werden.

Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Auflösung des Vereins, Kündigung oder Ausschluss. Die Kündigung durch ein Mitglied ist nur zum Ende eines Geschäftsjahres per einge-schriebenem Brief zulässig; die Kündigung ist spätestens am 30.09. eines Jahres zu erklären, die Mitgliedschaft endet dann zum 31.12. des Jahres.

Die Zugehörigkeit zum Verein endet durch Ausschluss, wenn ein Mitglied durch sein Verhalten dem Zweck des Vereins schadet, dessen öffentliches Ansehen beeinträch¬tigt oder aus einem sonstigen wichtigen Grund. Über den Ausschluss beschließt der Vorstand mit einfacher Mehrheit. Das betroffene Mitglied ist vorher zu hören. Der Beschluss ist anschließend schriftlich zu begründen und dem Mitglied per eingeschriebenen Brief zuzusenden. Gegen den Aus¬schluss steht dem ausgeschlossenen Mitglied die Berufung in der Mitgliederversammlung zu. Die Berufung ist inner¬halb eines Monats nach Zugang des Beschlusses beim Vorstand einzulegen. Über die Berufung wird auf der Mitgliederversammlung entschieden.

Die Mitglieder leisten jährliche Beiträge, deren Höhe die Mitgliederversammlung festsetzt. Die Mitgliedsbeiträge sind zum 31.01. eines jeden Jahres fällig. Der Vorstand kann ein Mitglied ausschließen, wenn es den Beitrag für ein Jahr schuldet und eine schriftliche Mahnung mit Andro¬hung des Ausschlusses erfolglos geblieben ist.

Die Organe des Vereins sind ehrenamtlich tätig. Auslagen können ersetzt werden.

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen, begünstigt werden.

Die Ehrenmitgliedschaft verleiht der Vorstand durch ein¬stimmigen Beschluss an Personen, deren Amt und Wirken für den Verein von Bedeutung sind.

Ehrenmitglieder sind nicht verpflichtet, Beiträge zu zahlen.

§ 4 Organe

Die Organe des Vereins sind:

a) Mitgliederversammlung

b) Vorstand

§ 5 Mitgliederversammlung

In der Mitgliederversammlung hat jedes volljährige Mitglied eine Stimme. Zur Ausübung des Stimmrechts kann ein anderes Mitglied schriftlich bevollmächtig werden. Die Bevollmächtigung ist für jede Mitgliederversammlung gesondert zu erteilen; ein Mitglied darf jedoch nicht mehr als eine ihm übertragene Stimme vertreten. Die ordnungsgemäß geladene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig.

Die Mitgliederversammlung ist zuständig für:

a) Genehmigung des vom Vorstand aufgestellten Haushaltsplanes für das nächste Geschäftsjahr, Entgegennahme des Jahresberichtes des Vorstandes, Genehmigung des Jahresabschlusses, Entlastung des Vorstandes, Wahl zweier ehrenamtlicher Rechnungsprüfer.

b) Wahl und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes.

c) Satzungsänderungen.

d) Alle anderen Angelegenheiten, in denen sie sich nach dieser Satzung die Entscheidung vorbehalten und in denen die Zuständigkeit nicht nach Gesetz und Satzung dem Vorstand übertragen worden ist.

§ 6 Einberufung der Mitgliederversammlung

Mindestens einmal im Jahr, spätestens bis zum Ende des zweiten Quartals soll die ordentliche Mitgliederversammlung stattfinden. Sie wird vom Vorstand unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen schriftlich unter Angabe der Tages¬ordnung einberufen. Die Frist beginnt mit dem auf die Ab¬sendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte vom Mitglied des Vereins schriftlich bekanntgegebene Adresse gerichtet ist. Die Tagesordnung setzt der Vorstand fest. Die Einberufung der Mitgliederver¬sammlung kann auch durch Veröffentlichung in den Bremer Tageszeitungen erfolgen; hierbei ist ebenfalls eine Frist von zwei Wochen einzuhalten. Bei geplanten Satzungsänderungen sind die wesentlichen Gründe bereits in der Einladung zu erläutern.

Jedes Mitglied kann bis spätestens eine Woche vor einer Mitgliederversammlung beim Vorstand eine Ergänzung der Tagesordnung beantragen. Der Vorsitzende des Vorstandes hat zu Beginn der Mitgliederversammlung die Ergänzung bekanntzugeben. Über Anträge aus Ergänzung der Tages¬ordnung, die in der Mitgliederversammlung gestellt werden, beschließt die Versammlung.

§ 7 Außerordentliche Mitgliederversammlung

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist vom Vorstand einzuberufen, wenn das Interesse des Vereins es erfordert, oder wenn ein Zehntel der Mitglieder dieses schrift-lich unter Angabe des Zwecks und der Gründe beantragt.

§ 8 Durchführung der Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung vom stellvertretenden Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung vom Schatzmeister und bei dessen Verhinderung vom Schriftführer geleitet. Ist kein sonstiges Vorstandsmitglied anwesend, bestimmt die Versammlung den Versammlungsleiter. Bei Wahlen kann die Versamm¬lungsleitung für die Dauer des Wahlganges und der vorher¬gehenden Diskussion einem Wahlausschuss übertragen werden.

Die Art der Abstimmung bestimmt der Versammlungsleiter. Die Abstimmung muss schriftlich durchgeführt werden, wenn ein Drittel der stimmberechtigten anwesenden Mitglie¬der dieses beantragt.

Die Mitgliederversammlung fasst Beschlüsse im allgemei¬nen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stim¬men; Stimmenthaltungen gelten als ungültige Stimmen. Satzungs- und Satzungszweckänderungen bedürfen jedoch einer Mehrheit von drei Viertel der abgegebenen Stimmen und der Genehmi¬gung der zuständigen Behörde.

Beschlüsse können auch auf schriftlichem Wege erfolgen, wenn mindestens 20% der Mitglieder sich zur Beschlussfassung schriftlich äußern. In diesem Fall gelten die für einen Beschluss erforderlichen Mehrheitsverhältnisse der Satzung. Die schriftliche Beschlussfassung ist zugelassen, wenn ein weiterer Aufschub bis zur Einladung zur ordentlichen Mitgliederversammlung nicht möglich ist.

Bei Wahlen ist gewählt, wer die meisten Stimmen erhalten hat.

§ 9 Protokoll der Mitgliederversammlung

Über die Verhandlungen und Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist von einer durch den Versammlungsleiter bestimmten Person ein Protokoll zu erstellen, das vom Vorsitzenden/Versammlungsleiter und von einem weiteren Vorstandsmitglied zu unterzeichnen ist.

§ 10 Vorstand

Der Vorstand wird durch die ordentliche Mitgliederversammlung gewählt, auf Antrag eines Vereinsmitgliedes in gehei¬mer Wahl durch Abgabe von Stimmzetteln.

Er besteht aus mindestens 5 Mitgliedern, dem Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzenden, dem Schatzmeister sowie zwei weiteren oder mehreren Vorstandsmitgliedern für besondere Aufgaben, die auf 3 Jahre gewählt werden. Jedes Mitglied ist einzeln zu wäh¬len, wenn die Mitgliederversammlung nicht mehrheitlich beschließt, den Gesamtvorstand zu wählen. Zu Vorstands¬mitgliedern können nur Mitglieder des Vereins gewählt werden. Die Verteilung der Ämter ist vor der Wahl bekannt zu geben. Der Vorstand kann weitere Vorstandsmitglieder kooptieren, vorzugsweise ist dabei der/die Vorsitzende des Junioren-Clubs zu berücksichtigen.

Die Vorstandsmitglieder bleiben bis zur Wahl des neuen Vorstandes im Amt.

Bei Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes während der Amtsdauer, gleich aus welchem Grund, wird auf der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung ein Ersatzmitglied für die restliche Amtsdauer gewählt.

Der Vorstand kann zur Erfüllung besonderer Aufgaben Ausschüsse bilden, denen auch Personen, die nicht Mitglieder des Vereins sind, angehören dürfen, sowie Delegierte ernennen. Das Nähere regelt der Vorstand.

Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung.

Über seine Tätigkeit hat der Vorstand mindestens einmal jährlich der ordentlichen Mitgliederversammlung Rechen¬schaft zu geben und die Jahresabrechnung vorzulegen. Er hat den Termin der Mitgliederversammlung und deren Tagesordnung festzusetzen.

Seine Beschlüsse fasst der Vorstand mit einfacher Stimmen¬mehrheit; bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden, bei Verhinderung die des stellvertreten¬den Vorsitzenden. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens drei seiner Mitglieder anwe¬send sind. Der Vorstand kann im schriftlichen Verfahren beschließen, wenn alle Mitglieder dem Gegenstand der Beschlussfassung zustimmen.

Der Vorstand vertritt den Verein gerichtlich und außerge¬richtlich durch seinen Vorsitzenden, im Falle nachzuwei¬sender Verhinderung, durch seinen stellvertretenden Vorsitzenden und einem weiteren Vorstandsmitglied.

Ein Ehren- und Altersvorsitzender kann wie ein Ehren¬mitglied ernannt werden; dieser besitzt jedoch nicht die rechtlichen Eigenschaften eines ordentlichen Vorstands-mitgliedes.

Wiederwahl von Vorstandsmitgliedern ist zulässig.

§ 11 Funktionen der Vorstandsmitglieder

Der Vorsitzende führt den Vorsitz in der Mitgliederver¬sammlung und im Vorstand.

Der stellvertretende Vorsitzende vertritt den Vorsitzenden in Verhinderungsfällen. Er verwaltet dessen Amt, wenn der Vorsitzende vorzeitig aus dem Amt ausscheidet, bis zur Nachwahl eines neuen Vorsitzenden.

Der Schatzmeister verwaltet die Finanzen des Vereins.

Ein oder mehrere Vorstandsmitglied(er) kann / können besondere Aufgaben übernehmen.

§ 12 Rechnungsprüfer

Die Mitgliederversammlung wählt aus dem Mitgliederkreis zwei Rechnungsprüfer für drei Jahre. Eine Wiederwahl ist möglich. Auf die Wahl von Rechnungsprüfern kann die Mitgliederversammlung verzichten, wenn der Jahresabschluss von einem Berufsträger der steuerberatenden Berufe erstellt wird.

Die Rechnungsprüfer sind befugt, die Bücher und Akten des Vereins einzusehen sowie die Vermögensbestände zu prüfen.¬

Die Rechnungsprüfer sind befugt, den Verein mindestens zweimal im Jahr unvermutet zu prüfen. Die Prüfung erstreckt sich auch darauf, ob das Vermögen vorschriftsmäßig angelegt ist und wie die Belege verwahrt werden.

Die Jahresrechnung wird vom Vorstand aufgestellt. Die Abnahme der Jahresrechnung erfolgt durch die Mitglie¬derversammlung.

§ 13 Junioren-Club

Der Verein kann eine Abteilung für jüngere Vereinsmitglieder bilden.

Der Junioren-Club wird eine eigene Geschäftsordnung für diese Abteilung erstellen, die durch den Vorstand des Vereins zu genehmigen ist. Diese Abteilung organisiert sich in Abstimmung mit dem Vorstand und wird von diesem auch verantwortet. Diese Abteilung wählt einen Vorsitzenden. Für seine Amtsdauer gelten die Regelungen des § 10 entsprechend.

Der Junioren-Club kann nach außen als Untergliederung des Vereins in Erscheinung treten.

§ 14 Auflösung

Die Auflösung des Vereins kann nur in einer Mitgliederversammlung beschlossen werden bei der mindestens zwei Drittel aller Mitglieder anwesend oder vertreten sind und deren einziger Tagesordnungspunkt die Auflösung ist. Der Beschluss bedarf einer Mehrheit von neun Zehntel der abgegebenen gültigen Stimmen. Sollte eine solche Mitgliederversammlung nicht beschlussfähig sein, so kann innerhalb von zwei Monaten zu einer neuen Mitgliederversammlung geladen werden, die unabhängig von der Zahl der dort anwesenden Mitglieder beschlussfähig ist.

Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall des gemeinnützigen Zweckes hat die letzte Mitgliederver¬sammlung auch über das Vermögen des Vereins zu beschließen. Eine Verteilung des Vereinsvermögens an die Mitglieder ist ausgeschlossen. Dieses muss vielmehr an eine gemeinnützige Organisation verteilt werden, die es für kulturelle Zwecke verwendet.

Falls die Mitgliederversammlung nichts anderes beschließt, sind der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende gemeinsam vertretungsberechtigte Liquidatoren.

Beschlüsse über die Verwendung des Vermögens im Falle der Auflösung oder des Wegfalls ihrer Zwecke dürfen erst nach Zustimmung des Finanzamtes ausgeführt werden.

Bremen, 26. März 2015: Änderung dem Senator für Inneres vorgelegt
Bremen, 04.September 2015: Die Änderung wird von Senator für Inneres, Freien Hansestadt Bremen genehmigt